Erstellen und Verwenden des Rettungsmediums in Avast Antivirus

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr PC mit Malware infiziert wurde und alle anderen Antivirus-Prüfungen (einschließlich Startzeit-Prüfung) das Problem nicht beseitigen können, gibt es noch die Option Rettungsmedium. Mithilfe des Rettungsmedium können Sie Ihren PC scannen, während das Betriebssystem nicht ausgeführt wird. Mithilfe dieser Funktion wird die Wahrscheinlichkeit, Malware erfolgreich zu erkennen und zu entfernen, maßgeblich erhöht, da die Malware in diesem Zustand nicht reagieren kann.

Informationen zur Verwendung des Rettungsmedium finden Sie in den folgenden Abschnitten:

Rettungsmedium erstellen

Um ein Rettungsmedium auf einem leeren USB-Laufwerk oder einer CD zu erstellen, benötigen Sie Folgendes:

  • Einen anderen Malware-freien Windows-PC, auf dem Avast Antivirus installiert ist. Installationsanweisungen finden Sie im entsprechenden Artikel unten:
  • Ein leeres USB-Laufwerk mit einer Kapazität von mindestens 500 MB (empfohlene Methode).

    ODER
  • Eine leere, beschreibbare CD, einen CD-/DVD-Brenner und entsprechende Brennsoftware, die das ISO-Dateiformat schreiben kann (alternative Methode).
PCs, die um das Jahr 2000 herum hergestellt wurden, können möglicherweise nicht von einem USB-Laufwerk gestartet werden. Nutzen Sie in diesem Fall die alternative Methode, um das Rettungs-Medium auf einer CD zu erstellen.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um das Rettungs-Medium auf einem USB-Laufwerk zu erstellen:

Gehen Sie folgendermaßen vor, um das Rettungs-Medium auf einer CD zu erstellen:

  1. Öffnen Sie die Avast Antivirus-Benutzeroberfläche und wählen Sie SchutzVirenscans.
  2. Klicken Sie auf Rettungsmedium auf der rechten Seite des Bildschirms.
  3. Stecken Sie ein leeres USB-Laufwerk in den USB-Anschluss Ihres PCs ein und wählen Sie anschließend auf dem Hauptbildschirm für das Rettungs-Medium die Option USB erstellen aus.
  4. Wählen Sie im daraufhin angezeigten Dialogfeld Ihr USB-Laufwerk aus. Während das Rettungsmedium erstellt wird, sehen Sie den Fortschritt auf dem Bildschirm.
  5. Wenn das Rettungs-Medium auf Ihr USB-Laufwerk geladen wurde, klicken Sie auf OK.
  6. Wählen Sie im Hauptmenü für das Rettungsmedium die Option Medium erstellen aus.
  7. Wählen Sie einen Speicherort für die ISO-Datei des Rettungsmediums aus und klicken Sie anschließend auf Speichern. Während die ISO-Datei für das Rettungsmedium erstellt wird, sehen Sie den Fortschritt auf dem Bildschirm.
  8. Nachdem das Rettungsmedium die ISO-Datei erstellt hat, klicken Sie auf OK.
  9. Brennen Sie das Rettungsmedium mit einem CD/DVD-Brenner und entsprechender Brennsoftware auf eine leere beschreibbare CD.

PC vom Rettungsmedium starten

Nachdem Sie ein Rettungs-Medium erstellt haben, können Sie den PC, auf dem sich Malware befindet, vom externen USB-Laufwerk (empfohlene Methode) bzw. der CD (alternative Methode) starten.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um den PC von einem Rettungs-Medium auf einem USB-Laufwerk zu starten:

Gehen Sie folgendermaßen vor, um den PC von einem Rettungs-Medium auf einer CD zu starten:

  1. Schalten Sie Ihren PC aus und stecken Sie das USB-Laufwerk mit dem Rettungs-Medium in den USB-Anschluss ein.
  2. Legen Sie die CD mit dem Rettungsmedium in das CD-/DVD-Laufwerk Ihres PCs ein und schalten Sie diesen anschließend aus.
  3. Schalten Sie den zu prüfenden PC ein. Schalten Sie den PC ein und drücken Sie die Taste, mit der das Boot-Menü aufgerufen wird.
    • Suchen Sie auf dem Startbildschirm für das BIOS des Computers (normalerweise das Logo des Computerherstellers und/oder Initialisierungsdetails der Hardware, die vor dem Start von Windows für ein paar Sekunden eingeblendet werden) nach einem Text mit einem Hinweis, wie das Boot-Menü gestartet werden kann.
    • Aufgrund der Vielzahl verschiedener PC- und BIOS-Hersteller gibt es zahlreiche Wege, wie auf das Boot-Menü zugegriffen wird. Häufig verwendete Tasten sind Esc, F12 und F11. Bei einigen PC-Modellen oder Herstellern werden andere Tasten verwendet. z. B. F10, F9, F8 oder F5.
    • Wenn Sie ermittelt haben, mit welcher Taste Sie auf das Boot-Menü zugreifen können, starten Sie den PC noch einmal neu und beginnen Sie sofort, auf die betreffende Taste zu tippen.
  4. Wenn das Boot-Menü eingeblendet wird, wählen Sie Ihr USB-Laufwerk mit dem Rettungs-Medium aus. Es wird möglicherweise als Wechselgeräte, USB-Flashlaufwerk, USB-Speichergerät oder Ähnliches angezeigt (manchmal in einem Untermenü zusammen mit den anderen Speicherlaufwerken.)
  5. Wenn das Boot-Menü eingeblendet wird, wählen Sie Ihre CD mit dem Rettungs-Medium aus Sie wird möglicherweise als CD-ROM-Laufwerk, CDROM, CD/DVD/CD-RW ... oder Ähnliches angezeigt (manchmal in einem Untermenü zusammen mit den anderen Speicherlaufwerken.)
  6. Drücken Sie entsprechend gemäß der daraufhin angezeigten Meldung eine beliebige Taste, um das Rettungsmedium zu starten.
Wenn Sie nicht auf das Boot-Menü zugreifen können, sehen Sie in der Dokumentation zu Ihrem PC auf der Website des Herstellers nach oder wenden Sie sich an den Support des Herstellers.

PC auf Viren prüfen

Sobald das Rettungsmedium auf Ihrem PC gestartet wird, können Sie mit der Prüfung auf Malware beginnen.

  1. Wählen Sie eine Option aus:
    • All hard discs (Alle Festplatten), um den gesamten PC zu prüfen.
    • Selected folders/discs (Ausgewählte Ordner/Laufwerke), um nur bestimmte Ordner oder Laufwerke des PCs zu prüfen. Klicken Sie auf Change (Ändern), um die zu prüfenden Ordner oder Laufwerke auszuwählen, und klicken Sie anschließend auf OK.
    Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Scan all archives (Alle Archive prüfen), um komprimierte Dateien (RAR, ZIP usw.) zu prüfen.
  2. Klicken Sie auf Start scan (Prüfung starten).
  3. Überprüfen Sie nach Abschluss der Prüfung den Berichts- und Ergebnisbildschirm auf gefundene Bedrohungen.

Infizierte Dateien reparieren oder löschen

Nach der Prüfung Ihres PCs benachrichtigt das Rettungsmedium Sie über die Ergebnisse. Falls Bedrohungen gefunden werden, können Sie zwischen den Optionen Fix automatically (Automatisch reparieren, empfohlene Methode) und Do it manually (Manuell durchführen, alternative Methode) wählen.

Automatisch reparieren
  1. Klicken Sie im Ergebnisbildschirm auf Fix automatically (Automatisch reparieren). Das Rettungsmedium versucht, den Schadcode aus allen infizierten Dateien zu entfernen und den Rest jeder Datei zu bewahren. Falls einzelne Dateien nicht repariert werden können, werden sie automatisch vom infizierten Computer gelöscht.
  2. Klicken Sie auf Quit and restart computer (Beenden und Computer neu starten) zum Beenden von Rettungsmedium.
Manuell durchführen
  1. Klicken Sie im Ergebnisbildschirm auf Do it manually (Manuell durchführen).
  2. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen neben den Dateien, auf die Sie eine Aktion anwenden möchten, und wählen Sie anschließend die gewünschte Aktion aus:
    • Fix automatically(Automatisch reparieren): entfernt nur den Schadcode aus den gewählten Dateien, während der Rest jeder Datei intakt bleibt. Bedrohungen, die nicht repariert werden können, werden automatisch gelöscht.
    • Repair selected (Ausgewählte reparieren) entfernt nur den Schadcode aus den gewählten Dateien, während der Rest jeder Datei intakt bleibt. Bedrohungen, die nicht repariert werden können, sollten Sie manuell löschen.
    • Delete selected (Ausgewählte löschen) löscht die gewählten Dateien dauerhaft vom PC.
    Klicken Sie im daraufhin angezeigten Bestätigungsbildschirm auf OK. Anschließend können Sie weitere Dateien auswählen und eine andere Aktion anwenden.
  3. Wenn Sie alle gewünschten Dateien ausgewählt haben, klicken Sie auf Continue (Weiter)  und wählen Sie Quit and restart computer (Beenden und Computer neu starten) aus, um Avast Rettungs-Medium zu beenden.

Beim Neustart Ihres PCs können Sie das externe USB-Laufwerk bzw. die CD mit dem Rettungsmedium entfernen.

  • Avast Premium Security 19.x
  • Avast Free Antivirus 19.x
  • Avast Omni 1.x
  • Avast Premier 19.x
  • Avast Internet Security 19.x
  • Avast Pro Antivirus 19.x
  • Microsoft Windows 10 Home/Pro/Enterprise/Education – 32-/64-Bit
  • Microsoft Windows 8.1 Home/Pro/Enterprise/Education – 32-/64-Bit
  • Microsoft Windows 8 Home/Pro/Enterprise/Education – 32-/64-Bit
  • Microsoft Windows 7 Home Basic/Home Premium/Professional/Enterprise/Ultimate – Service Pack 1, 32-/64-Bit
  • Microsoft Windows Vista Home Basic/Home Premium/Business/Enterprise/Ultimate – Service Pack 2, 32-/64-Bit
  • Microsoft Windows XP Home/Professional/Media Center Edition – Service Pack 3, 32-Bit

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